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Präfekturen

Von Metropolen und Städten, die es gerne wären

 

Broschüren und Material zu jeder Präfektur gibt’s im Präfekturen-Büro im Rathaus von Tokyo. (© Fritz Schumann)

Meine erste Nacht in Japans Hauptstadt verbrachte ich außerhalb der Stadt. Die Unterkunft, welche sich als das billigste Hostel von Tokyo bezeichnete, lag gar nicht in Tokyo, sondern eine Präfektur weiter nördlich.

Die Präfekturen sind die Bundesländer Japans. Von Nord bis Süd gibt es 47 von ihnen. Tokyo ist die bevölkerungsreichste und Hokkaido die größte. Die Einteilung entstand aus den ehemaligen Shogunaten und wurde von anfangs 300 auf die heutigen 47 reduziert. Die Bestrebung, sie im vergangenen Jahrzehnt auf zehn zu reduzieren, war erfolglos. Wahrscheinlich weil sich die Bewohner sehr stark mit ihrer Präfektur identifizieren und lokalpatriotisch sind.

Jede Präfektur kann eigene Gesetze, insbesondere über die Steuerpolitik, im eigenen Parlament erlassen. Das Wort der Zentralregierung entscheidet aber schlussendlich über alle Präfekturen. Bildungspolitik wird allein von den Gemeinden innerhalb der Präfektur gemacht.

Die Bezeichnung für Präfektur lautet -ken, es gibt nur vier Ausnahmen. Hokkaido erhält als einzige die Ergänzung -do, die als letzte Silbe schon im Namen steckt. Osaka und Kyoto haben aufgrund ihrer Größe und Bedeutung die Ergänzung -fu und Tokyo hat als größte Stadt als einzige -to, was von der japanischen Regierung mit »Metropole« übersetzt wird. Osaka, als Tokyo des Westens, hätte auch gern die Ergänzung -to, um auf eine Stufe mit Tokyo zu gelangen (und ähnliche steuerliche Vergünstigungen zu bekommen). Bislang durfte die Stadt aber nicht zur Metropole reifen. Die Summe aller Präfekturbezeichnungen ergibt den Begriff für Präfekturen in Japan: To-dō-fu-ken.

Das Hostel, in dem ich übernachtete, befand sich in Saitama-ken, der Präfektur nördlich von Tokyo. Jeden Tag musste ich umgerechnet den Preis einer Übernachtung für den Zug bezahlen, um in die Hauptstadt zu gelangen. Der Preis für das zwei Quadratmeter große Zimmer der billigen Unterkunft konnte das nicht ausgleichen. Da hatte ich am falschen Ende des Bettes gespart.

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Kabuki

Realitätsflucht in fünf Akten

 

Vorführung des No-Theaters vor dem Rathaus in Tokyo. No war der Vorgänger des Kabuki und ist die Basis für die Kunstform. (© Fritz Schumann)

Die Stadt Tokyo lud zum Theater. Eine große Bühne aus Zypressenholz war vor den 48 Stockwerken des Tokyoter Rathauses aufgebaut, und die Menge versammelte sich am Abend der Vorstellung. Eine japanische Klientin, die mir das traditionelle Theater erklärte, und ich waren auch dabei.

Kabuki-Theater setzt auf langsamen Sprechgesang und farbenfrohe Kostüme. Es entwickelte sich Anfang des 17. Jahrhunderts aus einem Tanz einer Geisha in Kyoto. Schnell sprach die ganze Stadt von ihr und sie musste vor dem Kaiser tanzen. Von da an wurde Kabuki zum Trend im gesamten Land. Der Erfolg des Theaters lässt sich durch den betont erotischen Unterton des Tanzes erklären. Daher auch der Name Kabuki, abgeleitet von kabuku »schockierend, nach vorne lehnen«. Früher spielten nur Frauen im Kabuki, von denen viele nach der Vorstellung als Prostituierte arbeiteten. Der Regierung wurde das Treiben allerdings zu bunt und fortan durften nur noch Männer im Kabuki spielen. Der Tanz wurde dadurch allerdings nicht weniger erotisch. Es sind viele Schlägereien bekannt, bei denen sich männliche Zuschauer um den schönsten Schauspieler prügelten.

Kabuki-Stücke thematisierten Legenden aus der Geschichte, Fabeln oder eigene Stücke. Die beliebteste Requisite ist ein großer Fächer, der dramatisch geschwungen werden kann. Populäre Stücke waren unglückliche Romanzen, die mit dem Tod des Paares endeten – ähnlich wie Romeo und Julia, das zur selben Zeit entstand. Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg wurde Kabuki auch zu Propagandazwecken eingesetzt – aus diesem Grund war es nach Ende des Krieges auch recht unbeliebt. Das heutige Kabuki bezieht sich wieder auf den Stil des 17. Jahrhunderts. Männer spielen Frauenrollen, und die Aufführungen in fünf Akten dauern zwei bis fünf Stunden.

So lange wollten wir nicht bleiben. Die Schauspieler verließen nach und nach über eine schmale Brücke die Bühne, der erste Akt war vorbei. Meiner Begleitung reichte es an Kultur. Tatsächlich ist es üblich, einem Stück nur aktweise beizuwohnen, da der langsame Sprechgesang auch für Japaner nur sehr schwer zu verstehen ist. An der Kasse des Theaters zahlt man auch nur die Anzahl der Akte, die man sehen möchte. Im 14. Jahrhundert, zu Zeiten des No-Theaters, dem Vorgänger des Kabuki, dauerten Aufführungen sogar ganze Tage. Es galt als Urlaub oder Flucht vor dem Alltag, wenn man einen Tag im Theater des No lebte. Wir flüchteten aber lieber vor dem Theater.

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Tonkatsu

Aus dem Westen auf den Teller

 

(© Angelina Kogure)

Tonkatsu-Curry, tonkatsu-Reis, katsudon ... Die japanische Variante des Schweineschnitzels findet sich in vielen Gerichten.

Ursprünglich von den Portugiesen im 17. Jahrhundert eingeführt, galt das tonkatsu als yoshoku – als Essen aus dem Westen, das japanisch interpretiert wurde. Seine konstante Entwicklung unterscheidet es von Brot, Curry und anderen Gerichten, die japanisiert wurden.

Ein tonkatsu ist ein relativ dickes, schmales Schweinefilet. Es wird gewürzt und in Mehl und Ei paniert, bevor es eine Schicht aus Brotkrumen erhält und in einem Bad aus Fett frittiert wird. Dazu gibt es eine spezielle Soße. Sie besteht aus pürierten Früchten und Gemüse und wird in einer Flasche mit einer Bulldogge verkauft – eine Anspielung auf ihren vermeintlich britischen Ursprung. Tonkatsu ist auch beliebt als Belag auf Sandwiches. Meist ist das Fleisch dicker als das weiche Brot, in dem es verpackt ist.

Tatsächlich überrascht es, wie viel Fleisch in Japan gegessen wird. Vegetarisch lebende Freunde von mir hatten ernsthafte Probleme, in Restaurants Alternativen genannt zu bekommen.

Fleisch war allerdings nicht immer so beliebt. Der Fleischverzehr war sogar mehr als tausend Jahre lang offiziell verboten. Dies lag im Buddhismus begründet, der damals beim herrschenden Kaiserhaus beliebt wurde. Der Glaube an Reinkarnation war nicht zu vereinbaren mit der Schlachtung von Tieren. Fische als Nahrung waren aber weiterhin akzeptiert. Auch Wale, die als Fische galten, wurden gerne gegessen. Dem Fleischverbot folgte eine allgemeine Ablehnung von tierischen Produkten in der Nahrung. Der Geschmack von Fett galt als störend und unangenehm. Bis heute prägt diese Haltung die japanische Küche, die ohne Öle als Basis des Geschmacks auskommt. So ist das Essen auch gesünder und weniger fettig.

Mit der Industrialisierung und der Entwicklung in Richtung Westen wurde Fleisch wieder erlaubt. Richtig beliebt wurde es allerdings erst in den 1960er-Jahren, als der allgemeine Wohlstand einen erhöhten Fleischkonsum ermöglichte. Heute findet sich Fleisch in fast allen Gerichten, meist roh oder gebraten. Gekocht ist es nur als chinesische Variante bekannt.

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Wetter

Heiter bis Taifun

 

(© Fritz Schumann)

Im Norden ist es kalt, im Süden ist es warm. An dieser Binsenweisheit ändert sich auch in Japan nichts.

Zwischen den fast tropischen Inseln rund um Okinawa im Süden und dem wilden Hokkaido im Norden, wo durch die Luft aus Sibirien ein eher nordeuropäisches Klima herrscht, gibt es viele Schwankungen. Sie erlauben es, im Sommer dem heißen Tokyo zu entfliehen und im Winter noch Badeurlaub im Süden zu machen.

Grob kann man das Land in sechs verschiedene Zonen einteilen, in denen das Klima von unterschiedlichen Meeresströmungen beeinflusst wird – wenn es auch innerhalb einer Zone je nach Wind und Höhenmeter Unterschiede gibt. Als Maßnahme gegen das natürliche Klima gibt es die Technik: Wenn draußen ein heißer Sommer mit über 90 % Luftfeuchtigkeit herrscht, wird drinnen mit Klimaanlagen auf frische 17 °C heruntergekühlt. Läuft man durch eine beliebige Straße an einem Sommertag, passiert man diverse Geschäfte und Restaurants, deren automatischen Türen sich öffnen und eine kalte Brise auf die Straße atmen. Auf einer Straße durchquert man also mehrere Klimazonen gleichzeitig. Schweiß- und frostresistente Hemden sind zu empfehlen und an jeder Ecke käuflich zu erwerben – allerdings nur in japanischen Größen.

Man sagt, in Japan gibt es vier Jahreszeiten: Kirschblüte, Hitze, Laubfärbung und Schnee. Mit diesen Bezeichnungen kürzt man die jeweilige Saison auf die dominante Eigenschaft ab – auch wenn es in Tokyo vielleicht dreimal im Jahr schneit und man im kalten Norden die vielen Tannen kaum die Farbe wechseln sieht. Eins gilt allerdings für ganz Japan: übers Wetter gemeckert wird überall.

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Mamachari

Das Rad für alle

 

(© Fritz Schumann)

Vier von fünf Japanern fahren mit Omas Fahrrad. So lautet zumindest der übersetzte Name von mamachari, dem Fahrrad der Nation. Es ist ein simples Rad mit Kettenschutz, Dynamo, Bremse und einem Korb am Lenker.

Vom Grundschüler bis zur namensgebenden Großmutter benutzt jeder in Japan das mamachari. Es wird von Polizisten, Geschäftsleuten und Familienvätern gefahren, gilt als robust und verlässlich. Mit einem geringen Preis von 100–300 Euro ist es für jeden erschwinglich.

Das Fahrrad wird meist zum Einkaufen von Lebensmitteln oder die Fahrt zur nächsten Haltestelle eingesetzt, die in Tokyo schon mal 30 Minuten Fußmarsch entfernt sein kann. Die Bahnhöfe haben sich darauf eingestellt. So gibt es neben der Station große Fahrradparkplätze, die einen bis drei Euro pro Tag kosten. In der Innenstadt ist das Parken allerdings ein großes Problem. Wegen der Masse an Fahrrädern existiert fast überall ein Parkverbot, da die engen Straßen sonst schnell zugestellt wären. An einigen Stellen gibt es spezielle Fahrradparkplätze, die gegen eine regelmäßige Gebühr das Anschließen erlauben. Sogar unterirdische Fahrradspeicher, die automatisch über einen Computer funktionieren, gibt es. Wer unerlaubt parkt, wird zwar nicht abgeschleppt, bekommt aber eine eindeutige Warnung an den Lenker geklebt.

Jedes Rad muss im Fahrradladen registriert werden. Polizisten führen regelmäßige Kontrollen durch, ob das Fahrrad dem Fahrer auch wirklich gehört. Insbesondere Ausländer gelten als beliebtes Ziel der Kontrollen. In einem Monat wurde ich viermal angehalten. Die Statistik der Polizei hat Ausländer als Fahrraddiebe ausgemacht. Dabei ist es für Nichtjapaner keineswegs einfach, sein Fahrrad zu registrieren oder zu verkaufen. Vor der Heimreise verkaufen Ausländer ihr Fahrrad daher meist an andere Ausländer weiter. Ein Fahrrad kann so durch mehrere westliche Hände gehen, ohne je registriert worden zu sein. Das macht verdächtig, auch wenn kein Diebstahl im Spiel ist.

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Insekten

Kampfkäfer, Samurai und virtuelle Monster

 

Die Zikaden spielen jeden Sommer ein ohrenbetäubendes Konzert.

Nichts ist männlicher als ein Käfer. Japanische Jungs gehen jeden Sommer auf Insektenjagd und lassen ihre Gefangenen dann miteinander kämpfen.

Käfer-Käfige werden in Spielzeugläden verkauft, mit allem was man für eine erfolgreiche Jagd braucht. König aller Krabbler ist der Atlaskäfer mit einem prächtigen Geweih. Er ist die japanische Variante des Riesenkäfers.

In einem Land, das auch in der Shinto-Religion so viel Betonung auf Reinheit legt, hat mich die Käferkultur in Japan sehr überrascht. Doch im Laufe der japanischen Geschichte haben Insekten eine besondere Bedeutung erhalten. Spinnen zum Beispiel wurden wegen ihrer Netzbaufertigkeiten bewundert und als Symbol für die Industrie und als fleißige Arbeiter gesehen. Einsame Frauen von Samurai sollen sogar Gedichte an Spinnen verfasst haben, die ihnen Gesellschaft leisteten, während ihre Männer in der Schlacht waren. Aus China stammte die Tradition, Heuschrecken als Haustiere zu halten. Sie wurden selbst gefangen oder auf dem Markt in einem Tonkrug gekauft, in dem sie dann auch lebten. Sie wurden für ihren Gesang geschätzt und boten die Abendunterhaltung. Das ohrenbetäubende Geschnatter der Zikaden, die Japan jeden Sommer in Scharen bevölkern, galt hingegen nur als vulgär.

Schmetterlinge symbolisieren ein langes Leben und verkörpern die Seelen Verstorbener. Frösche, die zwar keine Insekten sind, sich aber maßgeblich von ihnen ernähren, sollen Glück bringen. Dieses Symbol lässt sich auf die Reisfarmen zurückführen, die konstant überflutet sind und den Fröschen durch ihre Feuchtigkeit eine Heimat geben. Sie fressen die Insekten, die dem Reis schaden können, und sind daher gern gesehen. Heute noch gelten sie als Glückssymbol, durch die Verbindung mit Reis auch im Zusammenhang mit Wohlstand. Geldbörsen, die wie Frösche aussehen, sollen das Geld wie durch Zauberhand vermehren, lautet ein beliebter Aberglaube.

Auf den Helmen der Samurai findet sich dann noch ein Bezug zwischen Männlichkeit und Käfern. Der Atlaskäfer heißt auf Japanisch wörtlich »Helmkäfer«, und sein bedrohliches Geweih wird auf einigen Kopfbedeckungen der Samurai nachgeahmt.

Bis heute jagen japanische Jungs zwischen fünf und zehn Jahren jeden Sommer Riesenkäfer und lassen sie gegeneinander antreten. Die weltweit erfolgreiche Spieleserie Pokémon, bei der Monster gefangen und trainiert werden, soll ihren Ursprung in diesem Hobby haben. So spielen es heute auch große Jungs und lassen virtuelle Kampfkäfer aufeinander los.

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Essstäbchen

»Solange du deine Stäbchen in meinen Reis steckst …«

 

So ist es richtig: Wenn man fertig ist, die Stäbchen auf die Schale legen und niemals in den Reis stecken. (© Angelina Kogure)

Meine Japanischlehrerin hatte eine gute Methode, den Schülern das Essen mit Stäbchen beizubringen: Wir sollten mithilfe der Essstäbchen einzelne Bohnen aus einer Flasche herausnehmen. Erst wenn jeder mindestens drei Bohnen nehmen konnte, sollte die Stunde vorbei sein.

Wir nahmen die Stäbchen in die rechte Hand und los ging’s. Mittig gegriffen bleibt ein Stäbchen starr, während das andere sich bewegt und so die Öffnung für eine Greifbewegung schließt. Nach der Stunde hatten wir alle verkrampfte Hände – aber wir konnten mit Stäbchen essen. Meine Lehrerin versicherte uns, dass sie es als Kind auch nicht anders gelernt hatte – mit einer roten Bohne in der Reisschale.

Die Essstäbchen kamen aus China nach Japan. Es gibt strenge Regeln, wie man sich bei Tisch mit den Stäbchen verhalten darf. Keinesfalls sollte man mit ihnen spielen oder sie zu lange in der Luft halten. Möchte man die Stäbchen ablegen, gibt es dafür einen extra »Ruheplatz« aus Porzellan. Niemals sollte man die Stäbchen vertikal in den Reis stecken. Die Form erinnert an Weihrauchkerzen und Opfergaben bei Beerdigungen und somit an den Tod. Nach dem letzten Korn die Reisschüssel mit den Stäbchen auszukratzen, ist ebenfalls untersagt, denn das ist gleichbedeutend mit »sein eigenes Grab schaufeln«.

Vor dem Essen schlägt man die Hände zusammen, verbeugt sich leicht und sagt »Itadakimasu!«, was so viel bedeutet wie »Danke für das Essen« oder »Ich lege dann mal los«. Die Essstäbchen hat man dabei meist schon in der Hand. Japanische Gerichte haben meist eine sehr weiche Konsistenz. Mit den Essstäbchen kann man daher große Portionen einfach zerteilen, indem man beide Stäbchen übereinander legt und auf das Essen drückt.

Pro Jahr werden in Japan mehr als 24 Milliarden Essstäbchen verbraucht, 90 % davon stammen aus China. Während man zu Hause in der Familie sein eigenes Paar Stäbchen besitzt, das lackiert und fein verziert sein kann, bekommt man im Restaurant nur solche zum Wegwerfen. Der hohe Verbrauch wird zu einem echten Umweltproblem. Daher gibt es Versuche, Essstäbchen aus Kunststoff oder Metall zu etablieren.

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Kaizen

Der ewige Kreislauf

 

Japans Metropole, aufgebaut auf dem Kaizen-Konzept

Finanzberater Masaaki Imai erklärt Japans wirtschaftlichen Erfolg mit einem einzigen Wort: kaizen. So lautet auch der Titel seines Buches, das den Begriff 1986 weltweit als Strategie für Firmen verankerte.

Kaizen bedeutet »Veränderung zum Besseren« und beschreibt ein Konzept zur Verbesserung der Arbeitsleistung. Die Idee von kaizen wird aber auch bei Behandlungen von Kranken, in der Psychotherapie und in anderen Industrien eingesetzt. Was also macht Kaizen so beliebt und universal?

Kaizen ist ein Prozess der Reinigung: Man betrachtet einen Vorgang oder Arbeitsschritt, sucht störende oder sinnlose Faktoren und merzt sie aus. Als »störend« im Arbeitsprozess gilt allerdings nicht der Mensch, der ihn ausübt, sondern alle Elemente, die ihn stören könnten. Das kann die Farbe des Schreibtisches, die Kommunikationskette in der Hierarchie oder übermäßig schwere und belastende Arbeit sein. Die Idee des kaizen dient nicht nur dem Fließbandarbeiter, sondern auch dem Geschäftsführer. Autohersteller Toyota hat das Konzept in allen Werkstätten weltweit umgesetzt.

Es ist ein unendlicher Kreislauf von Produktion, Analyse der Produktion, kollektiver Sammlung von Verbesserungsvorschlägen aller Mitarbeiter und Anpassung der Arbeitsschritte.

Eingeführt wurde das Konzept nach dem Zweiten Weltkrieg. Es basiert auf Vorschlägen der Amerikaner, die den Aufbau der zerstörten Wirtschaftsnation so effizient wie möglich gestalten wollten. Teamwork, Disziplin und verbesserte Moral gelten als Kernprinzipien.

Wenngleich kaizen also kein japanisches Konzept ist, es fiel auf fruchtbaren Boden und wird bis zur Perfektion bis heute umgesetzt. Ideen wie Disziplin und Harmonie der Gruppe, die zu den japanischen Werten zählen, sind elementar bei kaizen. Die »Reinigung« von Faktoren, die den Menschen stören, ist ein Grundthema im Shinto. Und die Verbesserung des Produktes ist schlussendlich auch nur eine andere Form von ernsthafter Höflichkeit und Respekt gegenüber dem Kunden. Beides wird in Japan groß geschrieben.

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Shoganai

Es ist halt so

 

Zu warm? Was soll’s? Shoganai.

Das erste Mal hörte ich shoganai in meiner Zeit als Kellner im Restaurant. Ich brachte einem Gast eine Flasche Rotwein, geöffnet.

Ich hatte ihn aber falsch verstanden, er wollte lieber Weißwein. Da die importierte Flasche für umgerechnet 160 Euro nun schon offen war, nahm und leerte er sie trotzdem. Viele leere Gläser später sollte ich ihm noch den Wein bringen, den er ursprünglich bestellt hatte.

Zwei Weinflaschen waren leer und der Gast in guter Stimmung. Er machte Witzchen über meinen Fehler, rief mich ständig an seinen Tisch, ohne etwas zu bestellen und gab mir Spitznamen. Nach Feierabend berichtete ich davon genervt meinem Chef. Der meinte nur: »Shoganai.«

Die Wendung bedeutet soviel wie »da kann man nichts machen« oder »es ist halt so«. Fehler, wie der meine, passieren eben, und Gäste betrinken sich. Seitdem hörte ich die Wendung immer öfter. Sie ist so allgegenwärtig wie »Danke« oder »Herzlich willkommen«. Shoganai ist eine Philosophie, eine kollektive Lebenseinstellung. Sie beschreibt die Ohnmacht vor Ereignissen, auf die man keinen Einfluss hat. Das Erdbeben hat mein Haus zerstört? Shoganai. Die Arbeit ist nicht mehr zu ertragen? Shoganai. Die Politik verbessert nichts? Shoganai.

Im Westen wird der Ausruf vor allem als Resignation vor dem oft Vermeidbaren verstanden. Nach dem großen Erdbeben 2011 und dem Unglück von Fukushima machte shoganai die Runde in den Lagern der Überlebenden, die Haus und Familie verloren hatten. Deutsche Zeitungen titelten shoganai und kritisierten den Umgang mit der Atompolitik, vor der einfach nur kapituliert werde, statt sie zu hinterfragen.

Der Autor Frank U. Möser verfasste ein ganzes Buch über diese Redewendung. Seiner Meinung nach bedeutet shoganai aber nicht das Aufgeben vor einem Problem. Es ist die positive Einstellung, die einen ein Problem durchstehen lässt. Shoganai bedeutet demnach: »Es ist wie es ist, lass uns nicht ewig drüber reden und jetzt weitermachen!«

Es dauerte nicht lange, und ich benutzte shoganai selbst. Ein Auftrag ist geplatzt? Shoganai. Das Spiegelei ist beim Wenden aus der Pfanne gefallen? Shoganai. Ich konnte shoganai hier nicht ausreichend erklären? Shoganai.

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Cosplay

Des Kaiserreichs neue Kleider

 

Mehrere Tage und Wochen Arbeit stecken in jedem Kostüm.

Läuft man durch Tokyo, bekommt man manchmal den Eindruck, durch die bunte Welt des Anime zu gehen. Rosa Haare, lila Kleider und Uniformen aus fiktiven Weltraumschlachten. Cosplay ist tief verwurzelt in der Anime- und Manga-Kultur und bildet doch einen komplett eigenen Trend.

Dabei stammt Cosplay nicht einmal aus Japan. Produzent Nobuyuki Takahashi besuchte 1984 eine Science-Fiction-Messe in den USA. Dortige Fans verkleideten sich mit Kostümen aus Star Trek oder Star Wars. Das englische Wort für Kostüm und Spiel fügte der Japaner zu einem neuen Wort zusammen, um diesem merkwürdigen Verhalten einen Namen zu geben. Aus costume und play wurde so Cosplay – und ein Trend war geboren. Inzwischen assoziert man das Anziehen von Kostümen von Figuren aus der Popkultur nur mit dem japanischen Cosplay, selbst wenn die Wurzeln in den USA liegen. Die Japaner haben es massentauglich gemacht, mit geschicktem Handwerk zur Perfektion gebracht und jenseits der Grenzen von Science-Fiction geführt.

Es gibt mittlerweile Geschäfte, die Cosplay-Ware und Kostüme von populären Charakteren, wie zum Beispiel Sailor Moon, verkaufen. Die meisten Player, wie sie sich nennen, machen ihre Kostüme allerdings selbst. In Tokyo gibt es pro Woche bis zu drei öffentliche Veranstaltungen, bei denen man sein Kostüm präsentieren kann. Große Termine der Anime- und Manga-Szene, wie der Comic-Markt Comiket, sind auch eng verbunden mit Cosplay. Player nehmen die Posen ihrer Charaktere ein und lassen sich fotografieren. Je weniger Stoff, desto mehr Fotografen, scheint die eiserne Regel zu sein. Cosplayer mit erotischen Inhalten grenzen sich als Unterkategorie von den reinen Anime- und Manga-Fans ab, die durch ihre Kostüme ihre Lieblinge aus der 2-D-Welt in die reale holen.

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Samurai

Ein Land regiert von Kriegern

 

Zwei Schauspieler in Nagasaki verkörpern Samurai, die früher unter anderem für Ordnung in den Straßen sorgten

Es war Frühling und ich hatte einen Nebenjob in einem Restaurant angenommen. In der Pause stand ich draußen und lud Passanten in das Restaurant ein. Höflich winkten die meisten Leute ab und gingen weiter.

Mein Chef nahm mich beiseite und guckte ernst. »Wir sind Japaner«, sagte er, »wir sind alle kleine Samurai. Nix mit Anquatschen auf der Straße!«

Samurai sind Krieger. Sie waren allerdings keine gedankenlosen Kampfmaschinen, sondern galten als gebildet und kultiviert. Das Bild vom Samurai, der in der einen Hand das Schwert, in der anderen die Feder hält, galt als Ideal. Samurai wurden ursprünglich vom Kaiser als eine Art persönliche Garde oder Polizei rekrutiert, um Aufstände gegen ihn zu ersticken. Die Krieger formten aber auch eine eigene Armee zur Verteidigung und Eroberung. Was sie einte, war der ungeschriebene Ehrenkodex namens bushido, der die Treue zum Meister bis in den Tod definierte.

Nur wer mit einem Samurai verwandt war, hatte das Recht selbst einer zu werden. Die Kriegerkaste war dadurch dominiert von Familienclans. Im 12. Jahrhundert wurden die Samurai von einer rein militärischen Macht zu Beamten und Beratern. Diese Position nutzten sie so geschickt aus, dass sie de facto die politische Kontrolle über das Land vom Kaiser übernahmen – und sie 700 Jahre lang behielten. Bis zur Industrialisierung war Japan ein Land regiert von Kriegern. Im 15. Jahrhundert brach das System erstmals auf. Die einzelnen Familien waren zu mächtig geworden. Jeder kämpfte gegen jeden.

Anfang des 17. Jahrhunderts leitete das Ende der Kleinkriege die längste Periode des Friedens in Japan ein. Die Samurai übten sich zwar noch im Kampf, jedoch nur als Kunst und Sport. Die Industrialisierung bedeutete das Ende der Samurai. Sie tauschten ihre Schwerter gegen Gewehre, gingen in der neuen Armee auf, wurden zu Generälen oder übernahmen andere Jobs.

Heute basiert vieles in der japanischen Kultur und Gesellschaft auf den Riten der Samurai. Sie waren gebildete Bürger der Mittel- und Oberschicht. Als die Industrialisierung Wohlstand für viele möglich machte, orientierten sich die neuen Bürger am Ideal der gebildeten Elite und übernahm deren Regeln und Umgangsformen.

In Japan existiert bis heute ein Ideal des Samurai, das auch mein Chef im Restaurant übernahm. Er dreht sich um und marschierte betont breitbeinig zur Küche. Jeder Schritt wog schwer, als würde er eine Rüstung tragen. Das Samurai-Schwert ließ er wohl in der Küche.

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Kotatsu

Zentrum der Familie

 

(© Gisela von Brünken)

»Einmal unter dem kotatsu und alle Sorgen fliegen davon« – treffender kann man den Tisch mit warmer Decke nicht beschreiben. Ein kotatsu ist eine elektrische Heizung mit einer zweiten Funktion als Esstisch.

Zwischen Tischplatte und Heizspirale wird eine Decke gelegt, unter der sich die Wärme sammelt. Ein kotatsu ist allerdings nicht nur ein bloßes Möbelstück. Er ist das Zentrum der Familie. In jedem Haushalt gibt es einen, und an ihm kann man die Geschichte und die Architektur Japans ablesen.

Alles begann im Mittelalter: Eine Heizung im Haus gab es nicht, nur eine Feuerstelle als Ofen. Mit der Zeit begann man, diese Feuerstelle besser in den Hausbau zu intergrieren. Sie wurde in den Boden eingelassen, und man konnte so je nach Bedarf einen Tisch darüber stellen. Stühle gab es nicht, man saß auf den tatami-Matten auf dem Boden. Der Tisch konnte im Sommer entfernt und im Winter mit einer Decke als Heizung genutzt werden. Die ganze Familie versammelte sich in kalten Nächten am Tisch. Die wärmende Funktion setzt dabei ganz auf traditionell japanische Kleidung, deren Öffnung unten bei den Beinen liegt. Die Wärme wandert so durch die ganze Robe, bis sie am Hals wieder austritt und so auf dem Weg den ganzen Körper wärmt. Samurai war diese Art der Erwärmung im Winter allerdings zu unmännlich, hieß es. Nur Frauen würden sich über die Kälte beschweren und regelmäßig unter den Heiztisch schlüpfen. Ein Mann mit Schwert friert da lieber, sagt man.

Im 20. Jahrhundert wurde der stationäre Ofen gegen einen mobilen Heiztisch, den kotatsu, ausgetauscht. Im Winter ist er das Zentrum des Hauses. An ihm wird gegessen, gelesen, gearbeitet oder ferngesehen.

Nach einer kräftigen Mahlzeit ist es leicht, darunter einzuschlafen. Für ein kurzes Nickerchen wird das auch häufig gemacht, aber eine ganze Nacht sollte man nicht darunter verbringen, da aufgrund der Temperaturunterschiede von Ober- und Unterkörper dann eine Erkältung zu erwarten ist.

Japanische Wohnungen haben bis heute keine Zentralheizung. Der kotatsu ist im Winter also eine der wenigen Möglichkeiten sich aufzuwärmen. Er sorgt für Gemeinschaft und enge Stunden.

Im Sommer ist das Gegenstück zum kotatsu der chabudai, ein kleiner runder Tisch mit kurzen Beinen. Bekannt ist er vor allem als Metapher: Ist man verärgert oder frustriert, könnte man vor Wut den »chabudai umschmeißen« heißt es. Als sprachliches Bild hat das sogar die Landesgrenzen passiert und ist im Internet eine beliebte Art seinen Ärger zu verdeutlichen.

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Noch mehr

spannende Länderdokumentationen

Markus Lesweng: Australien 151 – Portrait der großen Freiheit in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-67-4)

Volker Häring: Berlin 151 – Die Stadt im ewigen Aufbruch, ihre Orte und ihre Menschen in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-958891-04-3)

Francoise Hauser und Volker Häring: China 151 – Das riesige Reich der Mitte in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-68-1)

Andrea Glaubacker: Indien 151 – Portrait des faszinierenden Subkontinents in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-02-5)

Sabine Barth: Island 151 – Portrait einer brodelnden Insel in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-958890-00-8)

Dennis Kubek und Bielle Kim: Korea 151 – Ein Land zwischen K-Pop und Kimchi in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-75-9)

Lisa Graf-Riemann: Spanien 151 – Portrait eines Landes mit vielen Gesichtern in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-12-4)

Elena Beis: Südafrika 151 – Portrait einer sich wandelnden Nation in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-18-6)

Thilo Thielke: Thailand 151 – Portrait des farbenfrohen Königreichs in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-43-8)

Claudia Steiner und Marden Smith: Türkei 151 – Ein geschichtsträchtiges Land und die Mega-City Istanbul in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-92-6)

David Frogier de Ponlevoy: Vietnam 151 – Portrait eines Landes in ständiger Bewegung in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-42-1)

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Das Buch

Japan 151

Das sagen die Medien

»Von der Geschichte über Geographie hin zu moderner Gesellschaft und gelebtem Alltag - "Japan 151" ist eine Sammlung aufschlussreicher Artikel und Erfahrungsberichte, die aus dem gesamten Spektrum japanischer Kultur zu informieren wissen. Sie bilden ein ansprechendes und neugierig machendes Porträt Japans, das selbst Japankennern das ein oder andere Neue bieten kann.« (Alexander Jatscha, Bambusblätter der Deutsch-Japanischen Gesellschaft BW e.V., April 2013)

»Für eine vertiefende Beschäftigung mit Japan ist das Buch eine Bereicherung.« (Siegfried Lörcher, ekz.bibliotheksservice, 29. Juli 2013)

Informationen zum Buch

Japan – Inselreich im Fernen Osten. Nichts ist für die Ewigkeit in diesem Land, das häufig von Naturkatastrophen heimgesucht wird und die Zeit der vergänglichen Kirschblüte deshalb ausgiebig feiert. Wo es weit mehr Spezialitäten als Sushi und Sake gibt und die Menschen sich für kindliche Motive ebenso begeistern wie für die altehrwürdigen Ideale der Samurai.

> Japan 151 bei amazon.de bestellen

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Autor Fritz Schumann

Fritz Schumann hat dem Dalai Lama die Hand geschüttelt, verrückte Erfinder und exzentrische Forscher in Tokyo interviewt und ein Buch über eine Insel & ihr Atomkraftwerk geschrieben. Das alles innerhalb von einem Jahr in Japan. Der gebürtige Berliner (*1987) arbeitete als Fotograf und Journalist in der deutschen Hauptstadt, bevor er im Sommer 2009 nach Tokyo zog. Bis heute reist er regelmäßig nach Japan, von wo aus er für deutsche und japanische Medien arbeitet. Unter www.fotografritzblog.de lassen sich seine aktuellen Reisen und Recherchen nachlesen.

2014 wurde Fritz Schumann für sein Multimediaprojekt »Im Tal der Puppen« mit dem Nachwuchspreis »dpa news talent« ausgezeichnet.

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