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Kanäle und Seen

Wasser marsch!

 

(© Volker Häring)

Berlin ist nicht nur eine grüne, sondern auch eine blaue Stadt. Beim Blick auf den Stadtplan fällt vor allem die von der Havel geformte Seenplatte im Westen der Stadt auf. Auch die Spree hinterlässt den einen oder anderen größeren blauen Fleck auf der Landkarte, der größte davon ist der Müggelsee im Osten der Stadt.

6,7 Prozent des Berliner Stadtgebietes sind von Wasser bedeckt. Das ist fast so viel wie in Hamburg (8 Prozent), aber deutlich mehr als in Frankfurt oder München! Nur Bremen hat da in Deutschland noch mehr Wasserfläche. Die Badeenthusiasten und Dampferrundfahrtfans freut das zu Recht.

Was die wenigsten wissen: Berlin hat auch einen der zehn größten Binnenhäfen Deutschlands. Über 4 Millionen Tonnen Güter werden in Berlin jährlich umgeladen, vor allem am Westhafen in Moabit. Beim Blick auf die Geschichte ist das nicht mehr so erstaunlich. Der Güterverkehr auf der Spree war bereits um 1900 so stark, dass mit dem Teltowkanal eine Südumfahrung der Hauptstadt angelegt wurde. Berlin spielte damals schon als Teil der Binnenschifffahrtslinie zwischen Oder und Elbe eine wichtige Rolle. In den 1920er-Jahren wurde der Westhafen zum damals zweitgrößten Binnenhafen ausgebaut.

Mit der Teilung Deutschlands spielten die Binnenschifffahrt und der Transport von Waren nach Berlin zwar weiterhin eine wichtige Rolle, das Vorkriegsvolumen wurde jedoch nicht einmal annähernd erreicht. Erst nach der Wiedervereinigung wurden der Westhafen und die Wasserstraßen nach Berlin im Zuge des umstrittenen Verkehrsprojekts »Deutsche Einheit Nr. 17« ausgebaut und der Westhafen modernisiert und erweitert.

Den Berlinern ist dies alles recht egal. Da gibt es interessantere Gewässer in der Stadt. Den Landwehrkanal, der dankenswerterweise mitten durch Kreuzberg und Neukölln führt und ein Segen für die ufernahe Gastronomie ist. Oder auch die Spree, deren künstlich geformten Strände zum Cocktail einladen. Wannsee, Müggelsee, Schlachtensee, Krumme Lanke, und wie sie alle heißen, sind die öffentlichen Badewannen der Hauptstadt. Nur in der Spree, da sollte man, wie an anderer Stelle bereits betont, lieber nicht baden.

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Ampelmännchen Ost

Die Renaissance der DDR

 

(© Volker Häring)

Was bleibt von der DDR? Der grüne Pfeil? Currywurst ohne Darm? Die Utopie einer gerechten Gesellschaft? Nein, das unerschütterte Erbe des realen Sozialismus deutscher Prägung hängt an jeder Ecke Berlins: Das Ampelmännchen Ost. Über 2.000 Lichtsignal- und Lichtzeichenanlagen, wie es im Beamtendeutsch heißt, gibt es in Berlin. Das macht schätzungsweise 4.000 Ampelmännchen allein im Berliner Stadtgebiet. Und selbst im entfernten Hückeswagen bei Wuppertal hat der Sozialismus gesiegt. Besser gesagt: eines seiner Symbole.

Das Ampelmännchen Ost geht auf den Verkehrspsychologen Karl Peglau zurück, der 1961 dem Verkehrsministerium der DDR vorschlug, für die Fußgängerampeln ein eigenes Symbol einzuführen. Nach neunjährigem Marsch durch die Instanzen erstrahlte 1969 das erste Ampelmännchen an der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße. 1970 wurde das Ampelmännchen als offizielles Fußgängersignal in den Lichtsignalstandard der DDR aufgenommen.

Nach der Wiedervereinigung schien jedoch auch das freundliche Designmännchen den Weg alles Östlichen zu gehen. 1990 schickte man sich an, auch in Ostdeutschland flächendeckend das westdeutsche Ampelmännchen einzuführen. Da hörte für die Ostdeutschen der Spaß aber auf! Kapitalismus, Arbeitslosigkeit und Helmut Kohl, damit konnte man sich arrangieren. Aber auf den geliebten Ampelmann verzichten?

Die Renaissance der Ampelmännchen kam auf Umwegen. Die Leuchten, die der Produktdesigner Markus Heckhausen aus ausgemusterten Ampelgläsern herstellte, erfreuten sich in den 1990ern großer Beliebtheit. Das Buch vom Ampelmännchen, das Heckhausen zusammen mit Peglau 1997 im Eulenspiegel Verlag herausgab, tat ein Übriges. Seit 2005 wird auch in Westberlin der östliche Ampelmann in die Lichtzeichenanlagen eingesetzt. Heute gibt es T-Shirts, Kaffeetassen und Kondome mit dem Symbol.

Den Siegeszug des Ampelmännchens Ost scheinen also weder Ochs noch Esel aufhalten zu können. Doch, halt! – In Bayern »dürfen die im Einigungsvertrag zugelassenen Fußgängersignalbilder (›Ampelmännchen‹) nicht verwendet werden.«

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Berliner Mauer

Verlorene Spuren

 

(© Volker Häring)

Ein Bauwerk für die Ewigkeit! Gebaut gegen den Widerstand der eigenen Bevölkerung. Innerhalb von wenigen Monaten hochgezogen, ohne dass es Probleme mit den Fristen oder dem Brandschutz gegeben hätte. 167,8 Kilometer lang, ursprünglich zwischen 3,40 und 4,20 Meter hoch. Manche Dinge gehen in autoritären Regimen eben etwas schneller.

Am 13. August 1961 wurde zuerst die Sektorengrenze zwischen West- und Ostberlin sowie Brandenburg mit Stacheldraht befestigt und streng bewacht. Die eigentliche Mauer wurde in den Folgemonaten hochgezogen und über die Jahre mit zusätzlichen Grenzsicherungen und weiteren Mauern ergänzt. Die heute noch teilweise zu sehenden typischen Betonelemente der »Grenzmauer 75« wurden ab 1975 verbaut.

Ein Schnäppchen war der »Antifaschistische Schutzwahl« nicht. Rund 400 Millionen Mark gab die DDR für den Aufbau und Erhalt der Mauer zwischen 1961 und 1964 aus. So stellte die Grenzbefestigung im Allgemeinen und die Berliner Mauer im Besonderen eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung für die wirtschaftlich angeschlagene DDR dar. Sie konterkarierte damit ihren eigentlichen Zweck: die Verhinderung eines weiteren wirtschaftlichen Ausblutens der DDR durch die Abwanderung von Fachkräften.

Der Preis war nicht nur wirtschaftlich hoch. Zwischen 86 und 138 Menschen, je nach Quelle, kamen an der Mauer zu Tode.

Am 9. November öffneten zuerst die Übergänge Bornholmer Straße und Waltersdorfer Chaussee, ab dem 10. November folgten dann auch die anderen. Die Berliner Mauer war Geschichte. Schließlich gaben einige tausend Mauerspechte der ohnehin obsolet gewordenen Mauer den Rest. In Zusammenarbeit mit eilfertigen Stadtplanern und gierigen Spekulanten verschwand die Mauer in den Monaten und Jahren nach dem 9. November 1989 so schnell, wie sie entstanden war. Ein wenig zu schnell, sodass sich in den späten 1990er Jahren, als sich mehrere Initiativen zur Kennzeichnung des Mauerverlaufs bildeten, diese zuweilen schwertaten, den genauen Standort der Mauer nachzuvollziehen.

Heute stehen nur noch wenige Originalstücke der Mauer, der längste Abschnitt ist an der Bernauer Straße erhalten und Teil der Mauergedenkstätte. Einige Mauerstücke existieren heute noch an verschiedenen Orten der Welt, unter anderem in der CIA-Zentrale in Langley, am Deutschen Eck in Koblenz, im Vatikan und im Englischen Garten in München.

Aktuell markiert im Stadtzentrum von Berlin eine Doppelreihe aus Pflastersteinen den Mauerverlauf auf einer Länge von 5,7 Kilometern. Sieben innerstädtische Grenzübergänge wurden nach 1996 von Kunstinstallationen markiert. Und am ehemaligen Grenzübergang »Checkpoint Charlie« herrscht jeden Tag Mauerkarneval.

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Christopher-Street-Karneval-Parade

Hauptsache bunt

 

(© Volker Häring)

Nicht nur In Rixdorf is Musike! Nein, ganz Berlin schwoft und tanzt. Vor allem im Wonnemonat Mai und im traditionell warmen, trockenen Juni der Hauptstadt.

Der alteingesessene Berliner kommt da schon ein wenig durcheinander. War der Umzug gestern jetzt der Karneval der Kulturen? Oder doch der Christopher Street Day? Feierte gar die Loveparade ein Revival? Wie auch immer, eins haben alle Veranstaltungen gemeinsam: Die Musik geht bufta bufta bufta bufta bufta bufta und an irgendeinem Hinterteil prangt eine rosa Flamingofeder.

Hinzu kommen noch der Berliner Firmenlauf, die Fahrradsternfahrt, der Halbmarathon und diverse Kleinveranstaltungen. Stellt Deutschland den Formel-1-Weltmeister, hinterlässt der zudem noch Reifenspuren auf der Straße des 17. Juni. Von den Fußballern ganz zu schweigen, die je nach Erfolg als Fanmeilen-Attraktion oder Feierbiester die Berliner Ost-West-Transversale mit einer Dauersperrung beglücken. Der Autoverkehr quillt dann über die Ränder des Tiergartens in die umliegenden Straßen, die dafür nur bedingt gerüstet sind. Wenn dann noch ein Staatsoberhaupt im Ritz-Carlton am Potsdamer Platz absteigt, geht gar nichts mehr in Berlins Mitte.

Grund genug, vielleicht einmal über eine ganzjährige autofreie Innenstadt rund um den Tiergarten nachzudenken. Bewohner wie Besucher der Stadt werden es dem Senat danken! Denn warum hat man eigentlich so einen schönen (und meist ziemlich leeren) Tunnel unter dem Tiergarten gebaut, wenn nicht, um den Verkehr genau von diesem Bereich der Stadt wegzuleiten.

Eine ganzjährig autofreie Straße des 17. Juni, eine Flaniermeile von Autobahnbreite, das wäre mal eine Attraktion, die Berlin weltweite Aufmerksamkeit bescheren würde. Dann klappt das auch wieder mit der Loveparade. Oder dem Holy Festival? How many miles in a gallon?

Man kommt so leicht durcheinander mit Berlin im Mai!

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Germania

Reste des Größenwahns

 

(© Volker Häring)

Böse Zungen behaupten, die Bundesregierung hätte sich bei den Planungen der neuen Mitte mit dem Regierungsviertel bei den alten Plänen der Nationalsozialisten bedient. Das ist natürlich reinste Rhetorik. Was Albert Speer da in Hitlers Auftrag in den märkischen Sand klotzen wollte, trägt durchaus massivere Züge des Größenwahns.

Obwohl: Die Pläne der Nazis, eine autobahnähnliche Nord-Süd-Prachtstraße durch Berlins Mitte zu bauen, geisterten bis in die 2000er-Jahre durch die Gehirne der Verkehrsplaner. Und selbst einen Tiergartentunnel sahen die Planer der »Welthauptstadt Germania« bereits vor.

Kernstück der Germania-Pläne war jedoch die Ost-West-Achse, die an den vorhandenen Verkehrsverbindungen von der Heerstraße über den heutigen Theodor-Heuss-Platz und die Straße des 17. Juni durch das Brandenburger Tor bis Unter den Linden entlang und weiter Richtung Osten führen und insgesamt über 50 Kilometer lang sein sollte. Während die Arbeiten am östlichen Teil auf Höhe der Frankfurter Allee nie begannen – und, Ironie der Geschichte, dann in der DDR unter anderer Prämisse wieder aufgenommen wurden –, wurde ein sieben Kilometer langes Teilstück des westlichen Teils 1935 fertiggestellt und die Siegessäule als integraler Bestandteil auf den Großen Stern im Tiergarten versetzt. Die Arbeiten an der Nord-Süd-Achse, die unter anderem zwei riesige Bahnhöfe am Südkreuz und Nordbahnhof vorsahen, blieben in der Planungsphase stecken. Nun gut, nach der Wiedervereinigung nahm man die Bahnhofsidee wieder auf und baute, ein wenig bescheidener, die Bahnhöfe Südkreuz und Gesundbrunnen.

Im Spreebogen, dort, wo einst die »Große Halle«, ein 320 Meter hohes Kuppelgebäude geplant war, hat nun die Bundesregierung ihre neue Heimat gefunden. Viel ist ansonsten nicht geblieben, was an die Gigantomanie des Dritten Reiches erinnert. Bautechnisch am interessantesten ist der Schwerbelastungskörper, der heute noch in Tempelhof zu sehen ist und seit 1995 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Er besteht aus einem 14 Meter hohen und 12.650 Tonnen schweren Betonzylinder, der auf einem schmalen Sockel ruht und so den hohen Druck auf den Boden simuliert, wie er durch die massiven Gebäude »Germanias« entstanden wäre.

Als einziges monumentales Gebäude der Innenstadt hat das ehemalige Reichsluftfahrtministerium an der Wilhelmstraße den Zweiten Weltkrieg überstanden. Dort residiert heute das Bundesfinanzministerium. Die letzte Bastion des Euro sozusagen – und massives Erbe des einstigen Größenwahns.

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Schwäbischer Berg

Prenzlau war gestern

 

(© Volker Häring)

Wenn es um seinen Kiez geht, kennt Wolfgang Thierse keinen Spaß. Prenzlauer Berg leide, so der gebürtige Breslauer und in Thüringen aufgewachsene Thierse in einem Interview Ende 2012, unter dem Zuzug der Schwaben und anderer wohlhabender Deutschen. »In Berlin sagt man Schrippen – daran könnten sich selbst Schwaben gewöhnen«, proklamierte Ossibär und trat eine hitzige Debatte los. Diese gipfelte schließlich in über 3.000 Protestbriefen an Thierse und der Erklärung desselben, Schwaben seien selbstverständlich willkommen in Berlin.

Noch in den 1980er-Jahren war der Prenzlauer Berg ein recht vernachlässigter Arbeiterbezirk Ostberlins mit stark renovierungsbedürftiger Gründerzeitbebauung. Hunderte von Wohnungen standen leer, gerade einmal 145.000 Menschen lebten im Bezirk, rund 100.000 weniger als noch 1950. Zumindest offiziell. In der Realität wohnten wohl deutlich mehr Menschen im Bezirk. Schloss auf, Koffer rein, neues Schloss, das war die Ostberliner Variante der Hausbesetzung. Offiziell illegal, inoffiziell aber von den Behörden wegen der Wohnungsnot geduldet und zuweilen auch, vor allem nach der Wende, unbürokratisch legalisiert.

Bereits zu DDR-Zeiten hatte sich eine äußerst aktive Künstler- und Oppositionellen-Szene im Prenzlauer Berg angesiedelt, nach 1989 folgten dann die ersten Wessis, Kunstprojekte, Kulturinitiativen. Und dann begann die Invasion der Schwaben, Latte-macchiato-Mütter und Management-Fuzzis. Die Altbevölkerung suchte das Weite, der Bezirk wurde chic, höchst begehrt und tourismuskompatibel.

Die Gentrifizierung im Prenzlauer Berg, ein Wende- oder gar Schwabenphänomen? Nicht ganz. Bereits 1987 wurde die Gegend um den Kollwitzplatz im Rahmen der 750-Jahr-Feiern der Stadt aufwendig restauriert. Und auch wenn nach Schätzungen von 1989 bis 2007 achtzig Prozent der Bevölkerung des Bezirks gewechselt hat und weniger als dreißig Prozent der Bevölkerung seit über zehn Jahren in ihrer Wohnung wohnt, sind es doch auch die Prenzlauer Berger der ersten Wendestunde, die an der Entwicklung nicht ganz unschuldig sind. So ein bisschen Gentrifizierung findet der Biedermeier im Bionade-Biotop ja immer ganz gut. So lange, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Oder eben die Weck vom Baum.

Aber immerhin: Der Prenzlauer Berg ist einer der wenigen Teile der ehemaligen DDR, die einen deutlichen Bevölkerungszuzug verzeichnen können. Da kann man doch auch mit ein paar Schwaben leben!

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Stabi

Der Bücherhimmel über Berlin

 

(© Volker Häring)

Es ist ein Wunder, das Wim Wenders hier vollbracht hat. Für den Normalbesucher der Berliner Staatsbibliothek ist es eher schwierig, die Schönheit, die Ästhetik zu sehen, die er 1987 in seinem Film Der Himmel über Berlin in Szene gesetzt hat. Hier wohnen Bürokraten, nicht Engel, ist so meist auch der erste, spontane Eindruck beim Betreten des praktisch-berlinerisch einfach »Stabi« genannten Gebäudes.

Erbaut wurde die Staatsbibliothek als Teil des Kulturforums in den bauwütigen 1960er- bis 1970er-Jahren und war, man ahnt es, von Anfang an umstritten. Geschlagene elf Jahre baute man an dem Gebäude, verständlich, denn man musste ja den ganzen Asbest unterbringen.

Bei aller Kritik war der Neubau jedoch dringend notwendig. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Bestände der Berliner Staatsbibliothek ausgelagert und fristeten in Marburg bis zur Fertigstellung der Stabi ein eher trauriges Dasein als »Staatsbibliothek im Exil«. In der DDR sprach man sogar vom »Marburger Büchergrab«.

Ab 1978 war die Versorgung der Berliner mit Leihbüchern also wiederhergestellt, abgesehen einmal von langen Pausen der Sanierung, des Umbaus und einer Sparzwang bedingten Ausdünnung der angeschafften Bücher und Zeitschriften.

Zugegeben, man konnte eine Menge lästern über die Staatsbibliothek Berlin, über die sich dahinschleppende Digitalisierung, die einstige Benutzerunfreundlichkeit des Katalogisierungssystems und die grausamen Licht- und Luftverhältnisse im Lesesaal. Doch so langsam sieht die Stabi im wahrsten Sinne des Wortes Licht.

Und jedes Jahr entstehen hier ein paar Tausend Diplom-, Magister- und Doktorarbeiten und so manch ein Professor wurde schon in der Stabi geboren – also bildlich gesprochen. Von einer tatsächlichen Geburt findet sich in den Analen nichts. Nur gerüchtehalber sollen so manche Studenten die Arbeitspausen auch für die Anbahnung von Lebens- oder Lebensabschnittspartnerschaften nutzen.

Da wird es mir aber zu unromantisch. Während ich schon hundertmal lieber in einem Café sitze und schreibe, braucht es sicherlich einen Wim Wenders, um aus der Stabi einen romantischen Ort zu machen. Oder einen Tarantino, der aus dem Chaos durchgeknallten Kult macht. Dann schreibe ich mein nächstes Buch freiwillig in der Stabi!

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Gärtners Traum

Körnerpark und Co.

 

(© Volker Häring)

Um gleich am Anfang ein wenig politisch-korrekt in die Suppe zu spucken: Altruismus war es nicht, der ab dem 19. Jahrhundert wohlhabende Bürger dazu animierte, der Allgemeinheit aufwendig gestaltete Parkanlagen zu vermachen. Auch der Gedanke an grüne Frischluftinseln und Windkorridore dürfte damals keine Rolle gespielt haben.

Profan ausgedrückt: Wo Park ist, ist kein Haus, und wenn es sich hierbei um Innenstadtraum handelt, treibt dies die Immobilienpreise in die Höhe. Wunderbar beschrieben am Beispiel von Barcelona in Die Stadt der Wunder von Eduardo Mendoza.

Was nun aber keinesfalls heißen soll, dass die ehemaligen Privatgärten, die immer noch in ganz Berlin zu finden sind, eine schlechte Sache wären! Im Gegenteil: Berlin ist immer noch übersät mit kleinen und großen Parkanlagen, die teils privaten, teils königlichen Ursprungs sind und Berlin, aller Satellitenbilder zum Trotz, zu einer der grünsten Städte Deutschlands machen. Während die großen Parks wie die Volksparks Hasenheide und Friedrichshain allgemein bekannt sind, versteckt sich zwischen den Gründerzeithäusern so manches Bezirks das eine oder andere Kleinod.

Vor allem in Neukölln, eigentlich unrettbar verbaut und urban, finden sich zwei der schönsten Berliner Parkanlagen. Der Körnerpark, ein 2,4 Hektar großes Ensemble in der Nähe des S-Bahnhofs Hermannstraße, ist einem barocken Schlosspark nachempfunden, wurde von dem Unternehmer Franz Körner 1910 der Stadt gestiftet und zwischen 1911 und 1916 auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube angelegt.

Und dann der Comenius-Garten: Er ist ein seltenes Beispiel dafür, dass Einflugschneisen auch einmal etwas Gutes haben können und die Berliner Stadtplaner durchaus fähig sind, ein Projekt erfolgreich zu Ende zu bringen. Bis 1971 stand hier die Richardsburg, eine riesige Mietskaserne inmitten des Lärms Tempelhof anfliegender Flugzeuge. Nach deren Abriss entschied sich die Stadtverwaltung gegen eine erneute Bebauung. Der 1995 eröffnete Comenius-Garten ist eine wissenschaftshistorische Rekonstruktion des Werkes von Johann Amos Comenius, eines mährischen Philosophen und Reformpädagogen des 17. Jahrhunderts. Der Garten zeichnet den Lebensweg eines Menschen nach und greift Themen aus dem wissenschaftsgeschichtlichen Umfeld des Comenius auf.

Ein Kleinod, das auch für gelungene Integration in einem Problembezirk steht. Im 18. Jahrhundert siedelten sich im umliegenden böhmischen Dorf protestantische Emigranten an und begründeten dies für Berlin äußerst ungewöhnliche Stadtviertel. Der Comenius-Garten ist sozialer Treffpunkt von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, ein Ort mit ungeschriebenen Regeln, die ohne Druck eingehalten werden.

Was solch eine kleine Initiative so alles bewirken kann!

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Wasserpumpen

Berlins vernachlässigtes Erbe

 

(© Volker Häring)

Das Stadtschloss wird wieder aufgebaut. Die Museumsinsel wurde aufwendig restauriert. Selbst das Schicksal der Gaslaternen ist inzwischen in aller Munde. »Und was ist mit uns?«, scheinen die Wasserpumpen da quietschend zu fragen.

Als Kind haben mich die Schwengelpumpen, wie sie offiziell genannt werden, als Relikte der alten Zeit fasziniert. Im aufgeräumten Bayern gab es so etwas nicht und in Berlin standen sie funktionstüchtig an jeder Ecke. Beim Spaziergang durch Berlin mussten mich meine Eltern dann auch von Wasserpumpe zu Wasserpumpe zerren. Denn jede Pumpe, keine glich der nächsten, musste begutachtet, ausprobiert und bestiegen werden. Irgendwann zwischen meiner Kindheit und heute gingen die Wasserpumpen dann verlustig. Einige verschwanden ganz, die meisten spenden schon seit Jahren kein Wasser mehr und fristen so eine recht traurige, sinnlose Existenz.

Sogar über die exakte Anzahl der Pumpen in Berlin scheint es keine genauen Zahlen zu geben. Jedenfalls hat die Senatsverwaltung keine. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Pumpen noch vor hundert Jahren als Notversorgung lebensnotwendig waren und sogar nach dem Zweiten Weltkrieg in Westberlin gehegt und gepflegt wurden. Man wusste ja nie, wann der Russe das Wasser abstellen würde.

Aus und vorbei also ist das öffentliche Planschvergnügen. Dabei sind die Berliner Schwengelpumpen auch ein kulturelles Erbe, das sich lohnt, entdeckt zu werden. Da klettern gusseiserne Frösche die Pumpe hoch, Drachen speien Wasser und selbst Figuren aus dem Heinrich-Rudolf- Zille-Kosmos verzieren die Pumpen.

Wäre das nicht erhaltenswert? Anscheinend nicht. Daher, liebe Besucherinnen und Besucher, kommen Sie nach Berlin: Nehmen Sie sich Zeit, die aussterbenden Wasserpumpen anzuschauen, die Details zu fotografieren und ein Stück Berliner Geschichte zu genießen.

Kleiner Tipp: In Moabit, Charlottenburg und Kreuzberg stehen noch relativ viele Pumpen. Meine Kinder haben sie in Moabit auch gerade entdeckt. Und haben genauso viel Spaß wie ich vor vierzig Jahren!

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Der Regierende

Neues vom ewig Gleichen

 

(© Volker Häring)

Wie es sich für eine Weltstadt gehört, hat auch Berlin ein ziemliches Kaleidoskop von Bürgermeistern. Vor allem in der Nachkriegszeit liest sich die Liste der Regierenden im Westen wie ein Who’s-who der Politik.

Ernst Reuter, Willy Brandt, Hans-Jochen Vogel und Richard von Weizsäcker stehen da in den Annalen, und jeder hat die Nachkriegszeit in Westberlin maßgeblich geprägt. Unvergessen Reuters Rede »Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt« während der Berlin-Blockade 1948, legendär auch Brandts Rolle während des Mauerbaus 1961 und seine Begrüßung Kennedys bei dessen Ich-bin-ein-Berliner-Besuch: »Wir grüßen nicht nur das Amt, wir grüßen auch den Mann.«

Am längsten regierte die Stadt Eberhard Diepgen, der Donald Trump der Bürokratie, nur ohne dessen markige Sprüche. Der ideale Bürgermeister der drögen 1980er-Jahre, das personifizierte Zehlendorf, der Traumschwiegersohn Wilmersdorfer Witwen, die sich dann aber dennoch blockweise gegen ihn wandten und, »um denen da oben mal einen Denkzettel zu verpassen« gesammelt die Republikaner wählten. Und als Belohnung den ersten rot-grünen Senat bekamen, unter Walter Momper. Der wahrscheinlich noch heute regieren würde, hätte er 1990 nicht die besetzte Mainzer Straße räumen lassen und sich die Sympathien aller Berliner von Mitte-links bis Autonom verscherzt. Also durfte Diepgen noch zehn Jahr dranhängen, den Berliner Bankenskandal mitverantworten und schließlich ohne großes Aufheben das Amt übergeben.

An ihn – der mit dem legendären »Ich bin schwul, und das ist auch gut so!« die Berliner Bühne betrat und sich dort sichtbar wohlfühlte. Kein »Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt« war sein Credo, eher ein »Spießer im Kiez, schaut auf mich«. Und das sollte dann für gut 13 Jahre mehr oder weniger Programm bleiben. Immerhin, ein weiterer Spruch hat Wowereit Unsterblichkeit garantiert. Berlin sei »arm, aber sexy«, postulierte er. Am Ende war zumindest er für den Betrachter aber weder arm noch besonders sexy, unabhängig von politischer Couleur und sexueller Ausrichtung. Eher ein Diepgen 2.0, der den rechtzeitigen Absprung nicht geschafft hat.

Und heute? Alles Müller oder was? Eigentlich wäre es Zeit für eine Frau, die Geschicke der Stadt zu leiten. Renate Künast wähnte sich mit Rückenwind aus Fukushima nahe dran, scheiterte dann aber an der wiederkehrenden Schwäche ihrer Partei und ihrem losen Mundwerk. Aber die Mischung aus Berliner Schnauze und unverblümter Direktheit kann durchaus ein Ansatz sein, Berlin auch an der Bürgermeisterfront wieder zur Weltstadt zu machen.

Daher schlage ich Nina Hagen als regierende Bürgermeisterin vor. Ein bisschen ko(s)mischer Beistand kann der Spreemetropole nicht schaden!

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Korkmännchen

Yoga auf dem Straßenschild

 

(© Volker Häring)

Am Anfang hat sie noch niemand beachtet. Dann, nach ein paar Monaten, fielen sie den ersten Berlinern auf. Das war Ende 2009. Simple Korkmännchen, aus Weinkorken und Schaschlikstäbchen, die sich auf Straßenschilder gesetzt hatten. Natürlich nicht eigenständig, und so ging das große Rätseln los.

Wer hat das gemacht? Steckt da ein tieferer Sinn dahinter. Ist das Kunst? Und nein, das kann sicherlich nicht weg. So ist auch kein Fall bekannt, dass eines der Korkmännchen gewaltsam entfernt wurde. Vielleicht war das Berliner Ordnungsamt auch zu faul, sich eine Leiter zu besorgen. Während sich die Berliner schon bald über jedes neue Korkmännchen freuten, sprangen die Medien erst 2011 auf den Zug auf. Seitdem sind die Skulpturen hauptstadtweit ein Thema.

Die ersten der heute über 1.000 Korkmännchen hatten ihren Anfang als Werbegag des Berliner Yogalehrers Josef Foos. Da die ersten Skulpturen Yogastellungen zeigten, wurden sie ebenfalls unter dem Namen »Street-Yogis« bekannt. Ganz originell ist die Idee nicht, sondern geht auf das Projekt »Little People« des britischen Streetart-Künstlers Slinkachu zurück. Allerdings ist aus dem Projekt schon lange etwas Eigenständiges geworden. In Berlin sind inzwischen mehrere Künstler unterwegs und beglücken die Hauptstadt mit neuen Figuren. Selbst im fernen Halle fanden die ersten Männchen unter dem Projekttitel »Kork Invaders« den Weg auf die sächsischen Straßenschilder.

Wir Berliner freuen uns immer über ein neues Korkmännchen. Vielleicht wollen Sie ja aktiv werden?

 

Anleitung

Um einen Street-Yogi zu basteln, benötigen Sie zwei Weinkorken, einen Schaschlikspieß (30 cm, aus Bambus), einen großen und mittleren Holz-Handbohrer, ein Messer und wasserfesten Holzleim (lösungsmittelfreier Kraftkleber ist zwar auch frostfest, aber langwieriger zu verarbeiten und hält nicht länger, wenn er nicht gut verarbeitet wird). Da verleimtes Hirnholz sehr instabil ist, sollten Sie Winkel an den »Ellenbogen« oder »Knien« durch ein Pflaster verstärken, wenn diese für den Halt des Yogis erforderlich sind. Das Pflaster noch einmal leimen. Zur Befestigung können Sie Montagekleber verwenden oder zunächst etwas Alleskleber auf den Klebeflächen verteilen und den Yogi danach mit einem Tropfen Sekundenkleber befestigen.

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Streetart

Graffiti in der Brache

 

(© Volker Häring)

Eigentlich ist Berlin als Ganzes ein Kunstwerk. Kaum eine Stadt der Welt vereint so viele Nationalitäten, Kulturen und Lebensstile in sich wie die deutsche Hauptstadt. Kein Wunder also, wenn die Kreativität zuweilen überbordet und ihren Platz auf Hauswänden, Verkehrsschildern und U-Bahn-Wagen einfordert.

Graffiti ist nicht jedermanns Sache, aber immer unterhaltsam. Und selbst wenn die Kreativität wie manches U-Bahn-Scratching und Graffiti an Sachbeschädigung grenzt, bringt es doch recht eigene Kunst hervor, zum Beispiel die surrealen und leicht psychedelischen Anti-Graffiti-Sitzmuster der Berliner U-Bahn.

Von den Korkmännchen war schon die Rede, die so manches Straßenschild zum Erlebnis machen. Aber auch, wenn da kein Street-Yogi auf dem Schild steht, lohnt sich meist ein genaues Hinsehen. Der französische Künstler Clet Abraham betätigt sich auch in Berlin und sorgt immer mal wieder für spontane Begeisterung – vor allem bei der radelnden Zunft, die auf Augenhöhe mit den umgestalteten Schildern unterwegs ist. Auf Schilderrückseiten führen Hertha- und Unionanhänger ihren Kleinkrieg mit Stickern, »Berlin summt« verschönert die Stadt mit Bienenaufklebern und irgendeiner hat immer etwas zu sagen, zu kleben, zu taggen oder war im besten Warholschen Sinne für einen kurzen Moment Künstler; von den unzähligen Graffiti-Künstlern der Stadt, die zuweilen Erstaunliches, auch im logistischen Sinne, leisten, einmal ganz abgesehen. Da ist so manches Graffiti in Berlin, das eigentlich eines Hochkrans bedurft hätte.

Neben den üblichen Guerilla-Kunstaktionen, der spontanen Kreativität der kleinen Aufkleber und großen Sprüche, gibt es auch jede Menge »offizielle« Straßenkunst. Zum Beispiel in der ansonsten eher trostlosen Heinrich-Heine-Straße in Mitte: Hier hat das Künstlerduo Various & Gould ihr erstes großes Wandbild der Serie Face Time von der Siebdruckvorlage auf eine 350 Quadratmeter große Fassade transferiert. Eine Collage aus verschiedenen Gesichtern, die sich kritisch mit unserer Hochglanzästhetik auseinandersetzt.

Berlin bleibt auf jeden Fall bunt, und jeden Tag kommt ein kleines Stück Kunst hinzu. Also: Augen auf!

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Noch mehr

spannende Länderdokumentationen

Markus Lesweng: Australien 151 – Portrait der großen Freiheit in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-67-4)

Francoise Hauser und Volker Häring: China 151 – Das riesige Reich der Mitte in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-68-1)

Andrea Glaubacker: Indien 151 – Portrait des faszinierenden Subkontinents in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-02-5)

Sabine Barth: Island 151 – Portrait einer brodelnden Insel in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-958890-00-8)

Fritz Schumann: Japan 151 – Ein Land zwischen Comic und Kaiserreich in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-27-8)

Dennis Kubek und Bielle Kim: Korea 151 – Ein Land zwischen K-Pop und Kimchi in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-75-9)

Lisa Graf-Riemann: Spanien 151 – Portrait eines Landes mit vielen Gesichtern in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-12-4)

Elena Beis: Südafrika 151 – Portrait einer sich wandelnden Nation in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-18-6)

Thilo Thielke: Thailand 151 – Portrait des farbenfrohen Königreichs in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-43-8)

Claudia Steiner und Marden Smith: Türkei 151 – Ein geschichtsträchtiges Land und die Mega-City Istanbul in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-92-6)

David Frogier de Ponlevoy: Vietnam 151 – Portrait eines Landes in ständiger Bewegung in 151 Momentaufnahmen (ISBN 978-3-943176-42-1)

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Das Buch

Berlin 151

Das sagen die Medien

»Volker Häring erzählt frei Schnauze, hat viele Geschichten im Gepäck und hält auch Seitenhiebe nicht zurück.« (Cute & Dangerous)

»Selbst für Berliner ist dieser Titel ein echtes Lesevergnügen.« (Rietdorf, ekz.bibliotheksservice)

Informationen zum Buch

Berlin – die Stadt, die vor Individualität und Vielfalt nur so strotzt und genau deswegen niemals stillsteht. Da reihen sich mächtige Hochhäuser an drollige Gartenlauben, da trifft Neu-Berliner Braukunst auf Alt-Berliner Muffigkeit. Zwischen Weltstadtanspruch und Kiezfixiertheit präsentiert sich Berlin seinen Besuchern mal launisch, mal weltoffen. Schnell merkt man: Die deutsche Hauptstadt setzt ganz eigene Maßstäbe in der Definition von Schönheit. Und das fasziniert die Menschen – Berliner wie Nicht-Berliner – zu Recht!

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> Weitere Informationen auf der CONBOOK Verlagsseite

Autor Volker Häring

Geboren im Nachrevolutionsjahr 1969 in der bayrischen Provinz, zog es Volker Häring nach dem Abitur in die weite Welt. Mitte der 1990er-Jahre studierte er in Peking Chinesisch und Theater und unterrichtete Deutsch am Goethe-Institut. Nach seiner Rückkehr in die Heimat gründete er 2001 den Spezialreiseveranstalter China By Bike und organisiert seitdem Rad- und Aktivreisen in China und Südostasien. Wenn er nicht gerade durch Asien radelt, lebt Häring als freier Journalist in Berlin und schreibt seit einigen Jahren regelmäßig für verschiedene Magazine, Wochen- und Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer China- und Asien-Reiseführer. Mit seiner Band Alptraum der Roten Kammer bringt er als Sänger und Gitarrist chinesische Rockklassiker auf deutsche Bühnen.

> Weitere Informationen auf der CONBOOK Verlagsseite

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